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Michael Schenker Group

"The Unforgiven"

DURP - eZine from the progressive ocean


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Info

Michael Schenker Group
"The Unforgiven"
1999, Steamhammer / SPV

Rezension

Seit seinem Einstieg 1972 bei UFO ist Michael Schenker einer der ganz, ganz wenigen deutschen Gitarristen von Bedeutung im internationalen Rock-Zirkus, wenn nicht sogar der einzige neben Bruder Rudolf und Matthias Jabs von den Scorpions. Bereits seit 1980 gibt es die Michael Schenker Group, die der als schwierig und sensibel geltende Ausnahme-Musiker in immer wieder wechselnder Besetzung anführt. Bekannte Namen wie Robin McAuley, Simon Phillips, Don Airey, Graham Bonnett und Cozy Powell standen schon auf der Lohnliste von Mr. Schenker. Nach einem kurzzeitigen Reunion-Intermezzo mit UFO schlägt Schenker nun mit "The Unforgiven" ein weiteres Kapitel in der Geschichte seiner Band auf. In den Nebenrollen: Kelly Keeling (Vocals, ex-Baton Rouge), Shane Gaalaas (Drums), Seth Bernstein (Keys, Rhythmus-Gitarre) und John Onder (Baß), die laut Schenker alle austauschbar sind. Wo er wahrscheinlich sogar recht hat. Produziert hat Schenker zusammen mit Mike Varney. "The Unforgiven" ist ein klassisches Hard Rock-Album geworden, wie man es von Schenker eigentlich nicht anders erwartet hat. Weniger mainstreamig zwar als etwa das "MSG"-Album von 1992, aber immer noch unverkennbar Michael Schenker eben. Statt im Mainstream ist die Musik von Schenker hier wieder mehr im Blues-Rock verankert, das hört man Songs wie "The Mess I've Made", "Hello Angel" oder "Live For Today" deutlich an, für welche die Stimme von Kelly Keeling übrigens prädestiniert zu sein scheint. Der Mann hat ein rauhes und kräftiges Organ, in etwa vergleichbar mit David Coverdale, wie auch die Musik übrigens mit der von Whitesnake in ihrer Frühphase durchaus Ähnlichkeiten hat. Schenker selbst hält sich mit seinen Soli vornehm zurück, spielt stets songdienlich, was sich auch auf die Laufzeit der Stücke (meistens so um die 4 bis 5 Minuten) auswirkt. Nur einmal, im Song "Live For Today", zeigt Schenker sein ganzes Können und greift während des Solos auch mal zur akustischen Gitarre. Und mit "Forever And More" sowie "The Storm" sind auch wieder zwei sehr schöne Balladen vertreten. Aber eines haben alle Songs gemeinsam: sie sind allesamt recht eingängig und bleiben schon nach ein oder zwei mal hören im Ohr. Damit ist Schenker wieder einmal ein zeitloses, klassisches Rock-Album gelungen, das abseits aller Trends und Strömungen steht und deshalb auch in zehn oder zwanzig Jahren noch gehört werden kann.

 
Fazit

Wertung: 7
Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.

   
Summary

... sorry, no english summary of this review ... 7 points
Don't forget to mention the DURP in your order !


© Renald Mienert
DURP - eZine from the progressive ocean
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