Cover

CD review / album review / CD Rezension / Album Kritik / Plattenkritik

Mastermind

"Excelsior !"

Die Ultimative Reviewpage f. Progressive Rock/Metal


goto english summary

Info

Mastermind
"Excelsior !"
1999

Bill Berends - guitar
Rich Berends - drums
Jens Johansson - keyboards

Prologue / Vorab

Die Brüder Bill und Rich Berends sind Mastermind. Die Band wurde 1986 gegründet, um Bills Kompositionen in die Tat umzusetzen. Vorliegendes Instrumentalalbum ist der vierte Release und kann mit Jens "speed" Johannson mit einem Satan an den Tasten aufwarten.

Tracklist / Die Songs

  1. On the road by noon (6:15)
  2. The approaching storm (7:15)
  3. Tokyo rain (6:36)
  4. The red hour (1:36)
  5. Decide for yourself (5:23)
  6. Sudden impulse (4:59)
  7. Sky dancer (5:53)
  8. When the walls fell (13:28)
Gesamtspielzeit / total time: 51:23

Das Album

Irgendwie scheint Bill Berends aus der elektronischen Prog-Ecke zu kommen, denn anders kann ich mir derart hektische und monoton dahin stampfende Tracks wie On the road by noon nicht erklären. Spieltechnisch gesehen: hohe Kunst. Aber der Song besitzt weder Struktur noch spannende Momente. 6 Minuten mit demselben schnellen Rhythmus und Guitar- sowie Keyboardgefuddel (abgesehen von einem 30 Sekunden-Verschnaufpart) ... nervig !

The approaching storm ist da schon ein wenig besser - zumindest am Anfang. Ruhiger Beginn und langsamer Aufbau. Jedoch nach 2 Minuten findet man sich wieder in hektischem einfallslosem Schepper-Rhythmus wieder. Einfallslos und dünn ... was nützen dauerne Soliläufe, wenn der Ausdruck auf der Strecke bleibt ?

Tokyo rain ist der erste wirklich brauchbare Song. Ein Song mit erkennbarer Struktur, mit Entwicklung, mit Drive und Variationen.

Das 1.5minütige The red hour ist eher einer planloser Mix aus Jimmy Hendrix und schrägem Progrock ... nett gemeint.

Mit Decide for yourself gibts dann endlich einen rundum überzeugenden Progrock-Song. Akkustikgitarre, E-Gitarre spielen dezent schleichende Meldien vor unheimlich breiten Keyboardflächen. Generell gilt anzumerken, daß Bill Berends Gitarrenspiel streckenweise an einen bluesig und zurückhaltend gelaunten Yngwie Malmsteen erinnert.

Sudden impulse fällt dann leider wieder in die Kategorie der ersten beiden Tracks, Sky dancer ist ein Song, wie man ihn zu genüge von electronic progmusic composern zu genüge schon gehört hat, der aber angenehm luftig und drumlastig ist (jepp, es gibt ein Drumsolo).

Eigentlich hätte man die CD schon längst aufgeben können ... aber nein, denn mit When the walls fell ist der längste Song am Start (13:28) ... und dieser Song vereint alles, was man von instrumentalen Progrock erwartet. Dramatik, Spannung, Druck, variierte Atmosphären, Stakkati, und klar identifizierbare Songabschnitte.

 
Fazit

Tut mir irgendwie weh, dieser Scheibe nur 3 Punkte zu geben. Spieltechnisch gibts an dieser Scheibe wirklich absolut nichts auszusetzen, jedoch an der zu banalen Struktur der meisten Songs, die selbst für ein Album mit Gesang zu dünn wäre. Einzig und allein When the walls fell kann Gänsehaut erzeugen ... und wie !

Wer auf Instrumentalprogrock der eher schnelleren Sorte steht und mit einigen wenigen Blues/Jazz-Elementen klarkommt, der könnte von dieser Scheibe wirklich begeistert sein ... mir ists bis auf zwei Songs zu hektisch und monoton. Schade, denn When the walls fell und Decide for yourself wären für sich genommen 8 bzw. 7 Punkte wert.

   
Summary

The two brothers Bill and Rich Berends founded the band MASTERMIND in 1986. Their fourth release "Excelsior !" is a progrock instrumental album. In terms of playing and technical skills the album is perfect, Mr. Speed Jens Johansson as guest musician on the keyboards did a great job, too. The music on "Excelsior" is progrock whichs composition seems to be influenced by electronic progmusic, leading to the fact that most songs are stuffed with keyboard and guitar soli and lack of dynamic changes. The songs lack of structure ... they are compact ... but not evolving ... and that's not enough for an instrumental album. Only one song (the longest one) When the walls fell has all features that we're expecting from a progrock instrumental: dramatic development, exciting parts, variety and recognizable structure.

If you like fast prog rock with jazzy and bluesy influences, you might like this album pretty much ... all others, especially neoproggers should be careful. 3 points


© 03/1999 Markus Weis / Die Ultimative Review Page - https://durp.cf2.de