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Marillion

"marillion.com"

DURP - eZine from the progressive ocean


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Info

Marillion
"marillion.com"
1999, Eagle

Steve Hogarth - vocals
Steve Rothery - guitars
Mark Kelly - keys
Pete Trewavas - bass
Ian Mosley - drums
  1. A Legacy 6:15
  2. Deserve 4:22
  3. Go! 6:10
  4. Rich 5:42
  5. Enlightened 4:58
  6. Build In Bastard Radar 4:51
  7. Tumble Down The Years 4:33
  8. Interior 15:13
  9. House 10:12

  10. Gesamtspielzeit (total time): 62:26
 
Prologue / Vorab

Also der Titel des Albums ist zunächst mal Kacke. Da beißt die Maus keinen Faden ab, einigen wir uns also einfach darauf, daß es ja wohl wichtigere Dinge gibt. Musik zum Beispiel. Und da wird auch bei der neuen CD der Band eintreten, was in den letzten Jahren mit schöner Regelmäßigkeit passierte: Die Gemüter werden sich wieder einmal erhitzen und "Marillion.com" absolut kontrovers diskutieren.

Rezension

Wieder ist das aktuelle Album ganz anders als die Vorgänger, und wieder hat es mit Prog nichts zu tun, und schon gar nicht mit den ersten vier Album der Band zu Fish-Zeiten. Auch Vergleiche zu den Hogarth-Alben fallen schwer, so können zumindest alle die aufatmen, die ein zweites "Radiation" befürchtet haben. Bezieht man sich auf den Vorgänger, so klingen die neuen Stücke weitaus weniger düster und weniger schwermütig Zumindest was die ersten sieben Stücke angeht, liefern die Briten eher leicht verdaulichen, gitarrenorientierten Rock, fast möchte man schon sagen, Pop. Diese Songs gehen allesamt schnell ins Ohr, sind dabei aber nicht so stromlinienförmig arrangiert, wie das zum Beispiel bei "Hollidays in Eden" der Fall war. Bleiben noch zwei Stücke übrig, und die bringen es zum Erstaunen des Hörers auf eine Spielzeit von fünfundzwanzig Minuten. (Ich habe natürlich zunächst wieder an irgendwelche Hidden Track - Mätzchen gedacht, aber ist nicht). Da haben wir zunächst "Interior" mit fünfzehn Minuten, eine Song, der vielleicht am ehesten in die Rubrik "psychedelic" gehört, der nach sehr ruhigem Beginn plötzlich in ein fast schon progressives Keyboardsolo übergeht, und die letzten acht Minuten dann bloß noch langweit. Mit „House“ verhält es sich da schon anders, aber - die Fans mögen sich wappnen - dieses Stück passt dann doch eher ein eine Jazzkneipe, mit einer Trompete a la Luis Amstrong. Wie gesagt, ich finde den Song affengeil, aber er ist eben für Marillion nun wirklich absolut untypisch.

 
Fazit

„Marillion.Com“ dürfte bei vielen besser ankommen als „Radiation“ (Da war ich wohl einer der wenigen, die mit dem Teil etwas anfangen konnten), geht aber deutlich in die Ecke Rock/Pop , woran auch die zwei Löngtrax nicht rütteln. Vielleicht wäre es für die Gesamtheit des Albums sogar besser gewesen, man hätte statt der beiden letzten Trax einfach zwei Songs vom gleichen Kaliber der ersten sieben Stücke eingespielt, dennoch kann ich mit "Marillion.Com" unterm Strich gut leben. Wertung: 6
Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.

   
Summary

Again a Marillion record that will be discussed controversly by the fans (and by the non fans). "Marillion.com" is for the first seven tracks a nice compilation of rock and pop songs, not so dark as on "Radiation". Of course no prog, but so what? The last two tracks run about 25 minutes, "Interior" with some psychedelic elements is much to long and after a while it makes me boaring, „House“ comes up with a jazzy feeling and a trumpet like Louis Armstrong and will be a great challenge - for the fans, not for the musicians. But these two songs are a little bit out of charakter for this record, so for me it would better fit this album as a whole without such stilistic changes. 6 points
Don't forget to mention the DURP in your order !


© 10/1999 Renald Mienert
DURP - eZine from the progressive ocean
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