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Machina Coeli

"Finitor visus nostri"

DURP - eZine from the progressive ocean


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Info

Machina Coeli
"Finitor visus nostri"
1999, Moonchild Records

Coatl M. Evil - all keyboards / synthesizers
Marco Gasparetto - guitars
  1. Nightmare / lost souls
  2. Dawn
  3. Victory
  4. The castle
  5. Depp blue waters
  6. Revelations
  7. Towars Orion
  8. Epilogue

  9. Gesamtspielzeit (total time): 24:58
 
Prologue / Vorab

MACHINA COELI ist ein 1-Mann-Projekt des Italieners Coatl M. Evil. Das Instrumental-Werk "Finitor visus nostri" erzählt in mystischer und leicht düsterer Soundtrack-Manier von den ehrenhaften Taten und Erlebnissen eines Kriegers in einer fantastischen Welt.

Rezension

Coatl selbst beschreibt seine Musik treffend als "keyboard oriented old age music". Der Opener Nightmare / lost souls ist gespenstisch, mysteriös und man hört die "lost souls" wahrhaftig verzweifelt in einer Zwischendimension verhallen, bevor mit Pizzicato-Strings und Glockentönen herrlich düstere Stimmung zelebriert wird. Mit Sicherheit auch was für Fans von ELEND.
Dawn klingt wie der Blick über eine grüne Landebene, über der sich die rote Morgensonne erhebt, während sich vom Horizont von Rittern getragene - im Wind wehende - Fahnen nähern. Nach dem Victory ist der Zuhörer zu Gast in einer mittelalterlichen Burg, in der ein vergnügtes Fest gefeiert wird (The castle). Mit Deep blue waters sitzt unser Held am Ufer eines in märchenhaftem Blau schimmernden Sees und denkt an seine Seefahrten zurück. Schließlich erscheint ihm aus einem Lichtblitz das Antlitz seines Großvaters und er erkennt, daß sein Schicksal nicht durch Kriege, sondern die Sterne entschieden wird. Er streckt seine Hand dem funkelnden Sternenhimmel entgegen und fällt in wohltuenden erlöserischen Schlaf (Towards orion). Im packend-düsteren Epilogue folgt die Übertragung dieser Geschichte ins 20. Jahrhundert, denn es geht um die Verwirklichung seiner Ideale und die bewußte Wahrnehmung des Lebens.

 
Fazit

Mich haben keyboard/synthie-prog-Werke bislang noch nie richtig begeistern können. MACHINA COELI jedoch hat es geschafft. Man hört jedem Track in seiner Musik deutlich seinen Inhalt an (als Anhaltspunkt hat lediglich man eine kurze Storyline und die Songtitel, was jedoch völlig ausreicht). Exzellent atmosphärisch gewebte Instrumentalmusik mit Ausdruck, Flair, Feingespür und einem Hang zu hymnisch-düsterer Hoffnung aus längst vergangen Tagen, wo man noch nicht wusste, was einen hinter dem Horizont erwartete. Also kein Gefrickel oder new-age-mässiges Dahingedümpel, sondern fein umspülte Melodien !
Eigentlich müsste ich aufgrund der Spieldauer von 25 Minuten einen Punkt abziehen, ich lasse es aber bleiben, da selbst 60 Minuten Instrumentalmusik dieser Klasse irgendwann eintönig geworden werden. Also ein dickes Lob nach Italien ! Wertung: 8

Die CD gibt's bei:

csavol@tin.it

Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.

Einen Link zur Homepage der Band findest Du in den DURP Links.

   
Summary

Machina Coeli is a musical project born in 1997 from the mind, but above all from the heart of Coatl M. Evil, the only involved musician. The stuff can be described as "keyboard oriented Old Age music", definitely symphonic/melodic, with "soundtrack atmospheres". Finitor Visus Nostri is a self produced concept mini CD (25 mins). It talks about the noble deeds of a gallant army leader that decides to forsake his "mythical" idea of war, which does not represent nothing definitive for mankind's ultimate fate. This fate is exclusevely represented by the full individual posses of "being" and by the pursuit of the "Ideal". The music really is "old age music", mainly performed by keyboards and synthesizer playing warm melodies between mystical hymns (Dawn, Victory), medieval fantasy (the castle), desire for adventures at sea (deep blue waters) and beautiful dark'n'gothic atmosphere (Nightmare/lost souls, Epilogue).
All tracks really tell their story ... this is the first keyboard-instrumental album that set's my soul on fire. Great music if you love drifting away into noble and ancient times where nobody knew what's beyond the horizon. 8 points

The CD can be obtained at:

csavol@tin.it

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A link to the website of the band can be found in the DURP Links.


© 10/1999 Markus Weis
DURP - eZine from the progressive ocean
https://durp.cf2.de/