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Clive Nolan & Oliver Wakeman

"Jabberwocky"

Die Ultimative Reviewpage f. Progressive Rock/Metal


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Info

Clive Nolan & Oliver Wakeman
"Jabberwocky"
1999

Rick Wakeman (Yes) - narrator
Bob Catley (Ex-Magnum), Tracy Hitchings (Strangers on a train, Landmarq), James Plumridge, Paul Allison - vocals
Pete Banks (Ex-Yes), Ian Salmon, Jon Jeary (Treshold) - guitars
Clive Nolan (u.a. Arena), Oliver Wakeman - keyboards
Peter Gee (Pendragon), Ian Salmon - bass
Tony Fernandez (Rick Wakeman Band)- drums

Prologue / Vorab

Die Besetzung lässt ja einiges erhoffen, denn es tummelt sich geballte Prog-Eminenz im Line-Up dieses Projektes.

Tracklist / Die Songs

  1. Overture (5:57)
  2. Coming to town (2:55)
  3. Dangerous world (6:54)
  4. The forest (4:22)
  5. A glimmer of light (2:42)
  6. Shadows (4:19)
  7. Enlightenment (5:28)
  8. Dancing water (4:12)
  9. The burgundy rose (3:55)
  10. The mission (4:32)
  11. Call to arms (6:37)
  12. Finale (1:50)
Gesamtspielzeit / total time: 53:42

Das Album

Vorab sei schon mal das bezaubernde und zugleich herzerweichend niedliche Coverartwork erwähnt, bei dem sich Rodney Matthews wieder mal mächtig ins Zeug gelegt hat.

Overture beginnt angenehm progrockig und in bester Prog-Musical-Manier. Es stimmen Melodie, Ausdruck und Stimmung .. ein Song wie man ihn von einem Projekt dieser Art erwartet.

Mit Coming to town gibts dann gleich den einzigen Dämpfer des Albums ... ein gerademal durchschnittlicher Prog-Song, der a) zu schnell, b) zu unmelodisch und c) zu funky ist.

Entschädigt werden wir dann mit Dangerous world. Niedliches Spinett, gespenstischer Synthi (der lockende Jabberwock), erlöst vom wunderbar warmen und hauchenden Gesang Tracy Hitchings' (das liebende Mädchen). Ein exzellenter Rock- und Progsong, der auch diejenigen begeistern wird, die Monkey Island 2 an den Orten Sumpf und Friedhof stundenlang laufen ließen, weil die Mucke so gespenstisch schön war. ;-)

The forest bietet dramatischen Progrock mit fanfarehaften Anleihen.

Einfach dahinschmelzen lässt die Ballade Glimmer of light. Einen großen Anteil daran trägt wiederum Tracy Hitchings, deren Gesang zusammen mit den durchdachten und dezenten Progelementen diesen Song zu einem Ohrenschmaus machen, der nahtlos ins melodisch-infernale und orchestrale Instrumental Shadows übergeht.

Auch Enlightenment weiß zu überzeugen ... pianodurchsetzte Parts, rockige Abschnitte und hymnische Melodien, die mit einer Spur mehr Kraft (und gut gemeintem Kitsch) an neue Meat Loaf Outputs erninnern würden.

Ein erzähltechnischer (ja, es ist ein Konzeptalbum !) Konflikt zwischen Junge, Jabberwock und Mädchen wird auf Dancing Water musikalisch effektvoll umgesetzt: Der symphatisch lockende Jabberwock, der unsichere und hoffnungserfüllte Junge sowie das Mut-zusprechende Mädchen singen zunächst gegeneinander, vereinen sich jedoch gegen Songende.

Akustikgitarre und proggy keyboards bestreiten das melancholische Burgundy Rose , während The mission dann leider wieder in den oberen Progdurchschnitt verfällt, jedoch jederzeit anhörlich bleibt.

Fesselnd von Beginn an ist das düstere Call to Arms ... grimmige Keyboards, tragende Drums, Glockenschläge, kriegerische Sounds und klassische Elemente. Klasse !

Der Schlußtrack Finale greift dann wieder das Thema des Albums auf und beschließt das Prog-Musical.

 
Fazit

Eine hörenswerte Scheibe für sicherlich jeden Progger, jedoch ereilt mich auch hier mein persönlicher Arena/Strangers on a Train/etc-Effekt: auf Dauer zu undynamisch und zu einheitlich. Die Scheibe ist schön anzuhören, jedoch kann man dabei ruhig auch was anderes machen. Clive Nolan-Fans werden mit diesem Album sicher glücklich, ich werds eben nur teilweise , denn in punkto Dramatik, Aussagekraft (sowohl was die Musik als die Story betrifft) und Klasse wird Jabberwocky von Ayreon's "Into the electric castle" in den Wald geschickt. 6.95 - naja 7 Punkte

   
Summary

A great artwork, a great line-up, a well done progrock-musical ... a recommendable album for all fans of Arena, Strangers on a Train , Landmarq and all Clive Nolan-Junkies out there. Jabberwocky features some very good progsongs, especially Tracy Hitchings' warm and beautiful voice. The beatiful A glimmer of light, the dramatic Dancing water the neat and spooky Dangerous world and the orchestral Shadows should convince every prog fan. All other songs are good, but not too high above average.

I never was excited and thrilled by Arena and most of Clive Nolan's productions and this is my problem on Jabberwocky, too. It's good, but it's 53 minutes nearly on the same level and it's too smooth ... too easy listening. In terms of dramatic atmosphere, story and music Ayreon's "Into the electric castle" smashes the Jabberwock back into the woods. 6-7 ... ok ... 7 points


© 02/1999 Markus Weis / Die Ultimative Review Page - https://durp.cf2.de