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IZZ

"Sliver Of The Sun"

DURP - eZine from the progressive ocean


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Info

IZZ
"Sliver Of The Sun"
1999, Doone Records

Rezension

Sie sind es, sie sind es nicht, sie sind es, sie sind es nicht... Nun, ich denke, sie sind es. IZZ ist zwar ein Scheißname für eine Band, aber so what, die Musik macht's. Und da lege ich jetzt mal einfach so fest, daß diese Band aus Amiland die interessanteste Neuentdeckung auf dem Prog-Sektor in diesem Jahr ist, und das "Sliver Of The Sun" wirklich gute Chancen auf das Album des Jahres ist. Ich versuche ja normalerweise, mich mit Superlativen zurückzuhalten, aber IZZ sind wirklich eine der wenigen Bands, die man getrost mit Spock's Beard vergleichen kann, ohne gleich zur Beichte zu rennen (Herr Wesche zum Beispiel ist nach jedem Empire fällig: "Herr und Bäcker, ich habe gesündigt, ich kann keine witzigen Kolumnen schreiben, aber ich tue es trotzdem!") Genaugenommen fangen IZZ mit ihrem Debüt an, wo Spock's Beard erst so ab ihrem dritten Studio-Album angelangt waren - nämlich mit einer absolut stimmigen Mischung aus genialem Frickel-Prog mit integriertem Mitsing-Faktor auf der einen und mainstreamigen Komponenten auf der anderen Seite - aber Leute, es funktioniert. Die leichtverdaulichen Songs gehen in Richtung gitarrenorientierter Pop, wie er eigentlich auch von diversen MTV-kompatiblen Kapellen kommen könnte (die progressiven Parts freilich würden die vermutlich nicht hinkriegen). Entscheidender Unterschied zwiechen IZZ und Spock's Beard: Die Retrokomponente bei IZZ ist zwar auch vorhanden (gelegentlich klingen einige Parts nach Yes beziehungsweise ELP), aber doch wesentlich geringer. Zu den reinrassigen Prog-Songs zählen „Endless Calling“, „Assurance“, „Razor“ oder auch das instrumentale „Double Bass“, einfach nur locker vom Hocker gespielt sind „Lornadoome“ oder die wunderschöne Ballade „She Walked Out The Door“ (sorry Markus, aber "June" ist trotzdem noch besser). Erwähnt werden sollte noch, daß IZZ bei einigen Songs mit weiblichen Backing Vocals arbeiten und daß eigentlich nur der letzte Song „Where I Belong“ etwas aus dem Rahmen fällt. Die Dame aus dem Background darf hier auch mal die Lead-Vocals übernehmen (nix gegen zu sagen, ihre Stimme ist absolut o.k.) , der Rest des Sounds wird fast ausschließlich von breiten Keyboardteppichen bestimmt. Das ist soweit alles gut und schön, aber leider hat man dann aber vergessen, die Keys auch rechtzeitig auszuschalten, jedenfalls bestehen die letzten fünf Minuten des Albums nur aus gepflegter Langeweile. Aber dafür hatte es der Rest ja wirklich in sich, also, holt euch das Teil! Herr Bäcker dürfte es bald auf Lager haben, sonst geht einfach direkt über das Web http://izz.webjump.com/

 
Fazit

Wertung: 8
Bitte erwähne bei einer eventuellen Bestellung, daß Dein Interesse von der DURP geweckt wurde.

   
Summary

... sorry, no english summary of this review ... 8 points
Don't forget to mention the DURP in your order !


© Renald Mienert
DURP - eZine from the progressive ocean
https://durp.cf2.de/