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Dreamscape

"Very"

Die Ultimative Reviewpage f. Progressive Rock/Metal


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Info

Dreamscape
"Very"
1998, Rising Sun

Huby Meisel - vocals
Wolfgang Kerinnis - guitars
Benno Schmidtler - bass
Jan Javik - keyboards
Bernhard Huber -drums

Prologue / Vorab

Aus München stammt die Progmetal Formation Dreamscape, die auf mich beim ersten Hinhören erst den Eindruck einer weiteren Band machte, die auf ausgelatschten Pfaden der Dream Theater-Karawane hinterherdackelt. Doch diese Angst war eigentlich nicht berechtigt.

Tracklist / Die Songs

  1. When shadows are gone (4:45)
  2. Lost faith (1:05)
  3. Thorn in my mind (5:28)
  4. Reborn (4:32)
  5. A voice inside (5:36)
  6. Winter dreams (5:59)
  7. Fearing the daylight (4:56)
  8. I leave the past behind (7:25)
  9. Alone - Panterei Part 1
  10. She's flying - Panterei Part 2
  11. A new beginning - Panterei Part 3
  12. Dancing with tears in my ears (4:159
Gesamtspielzeit / total time: 60:23

Das Album

Ok, Gefrickel gibts auch, aber diese dient den Songs mehr als daß es sie zerstü,ckelt. Generell fällt auf, daß trotz aller Härte streckenweise auch Wert auf warme Melodien gelegt wird ... ja es finden sich sogar auch einschmeichelnde Zwischenpassagen. Dem Ganzen dienlich ist vor allem das Keyboard, denn dieses erzeut ab und wann ein verträtes Feeling.

So zum Beispiel während des Piano-Intrumentaltracks Lost faith, der gnadenlos brachial (und absolut packend !!) in den Progmetalstampfer Thorn in my mind übergeht, der dramatisch-treibende fünfeinhalb Minuten Progmetal durch die Boxen jagt, dem es niemals an Melodie fehlt. Auch Reborn besitzt Klasse, ist zwar nicht sehr eingängig ... das liegt jedoch eher an der gewagten Melodieführung des Gesangs als an irgendwas anderem. Und ehe man sich versieht, haucht das Keyboard mit verträmten Pianoklängen Seele ein, wobei die Härte beibehalten wird ... Hut ab ! Irgendwie kommt es mir so vor, als standen bei diesem Album die teilweise genialen Melodien der 80er Popmusik hinter dem Schreibpult ... der Verdacht wird sich im Bonustrack bestätigen.

Sänger Huby Meisel kann jedoch nicht nur im Heavysound Akzente setzen, sondern auch im einfühlsamen Gesang, wie das keyboard-schwangere Winter Dreams zeigt. Nach dem eher entäuschenden A voice inside also wieder ein guter Track.

Grenzenlos genial ausgefallen ist Fearing the daylight ... bretternd, schwebend, hart und komplex. That's progmetal !

Der Dreiteiler Panterei gehört zu den besten Progmetalstücken, die mir seit einier Zeit zu Ohren gekommen sind und kann es locker mit Symphony X zu "Divine wings of tragedy"-Zeiten aufnehmen, wenn auch der zweite Teil kurzzeitig etwas unausgegoren daherkommt. Der dritte Teil wird nur von Piano, Keyboards und Vocals bestritten, läft runter wie Öl, nur die Ausblendung verblüft ein wenig.

Als Bonustrack sorgt das Ultravox-Cover Dancing with tears in my eyes für Verzückung, denn die Melodie war damals schon grandios ... und jetzt kommt halt nur perfekte progmetallische Härte dazu ... Resultat: Hymne !

 
Fazit

Packender und zugleich einfühlsamer Progmetal aus deutschen Landen ! 7 Punkte(mit minmalem Drall zur 6), denn Prog ist Stück Lebenskraft. ;-)
   
Summary

Another progmetal band from Germany that follows the Dreamt Theater caravan ? No ! Dreamscape's Progmetal is melodic and smooth, but still heavy. The complex compositions are catchy, showing high musicianship and concentrate on the theme and its melody. Vocalist Huby Meisel really convinced me with his bandwidth (ballad to metal). A very good progmetal release and the bonus track kicks ass: a progmetal coverversion of the great "Dancing with tears in my eyes" of Ultravox resulting in: a hymn ! 6-7 points


© 01/1999 Markus Weis / Die Ultimative Review Page - https://durp.cf2.de